Was ist die Hebelwirkung oder Leverage?


Hebel und Hebelwirkung

Die Hebelwirkung ist eine Möglichkeit mit geringem Kapital von geringen Kursveränderungen profitieren zu können. Wenn Sie diese Möglichkeit nutzen wollen, sollten Sie die Funktion und die Vor- und Nachteile der Hebelwirkung kennen. In diesem Beitrag gehen wir auf näher auf alle Aspekte der Hebelwirkung ein.

Was ist die Hebelwirkung? 

Das Hebel-Trading wird auch als Leverage Trading oder Margin-Handel bezeichnet. Es bezeichnet eine Option im Online-Handel, das unter der Verwendung von Fremdkapital.

Ein Hebel ist ein Angebot eines Brokers, mit dem private Investoren fast alle Vermögenswerte handeln können. Der Trader muss dafür die einen Betrag als Sicherheit hinterlegen, die sogenannte Margin. Aus diesem Grund wird der Handel mit Hebel auch öfters als Margin-Handel bezeichnet.
Mit dem Hebel kann der Trader viel größere Positionen eröffnen, mit denen größere Ergebnisse erzielt werden können. Aber auch die Verluste können durch den Hebel vergrößert werden und der Trader kann die hinterlegte Margin verlieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, genau über die Funktion des Hebels Bescheid zu wissen.

Im Grunde genommen leiht sich der Trader den Betrag vom Broker, mit dem er die Position für die Vermögenswerte eröffnen kann. Wenn nach dem abgeschlossenen Handel Kapital übrigbleibt, wird es dem Trader ausbezahlt. Im Gegensatz dazu haftet er bei einem misslungenen Geschäft mit der hinterlegten Margin.

Wie funktioniert die Hebelwirkung?

Beim Handel mit Hebelwirkung hat der Trader die Möglichkeit sich in einer festgelegten Spanne die Prozentzahl auszusuchen, die er für die Position hinterlegen möchte.

Die mögliche Spanne wird durch den Broker festgelegt, der vorschreibt wieviel Prozent bei einem gehebelten Trading für eine Position hinterlegt werden muss. Bei einem Hebel von 1:1 muss der Trader die volle Summe für die Positionen hinterlegen, oder 100 Prozent. Bei einem Hebel von 2:1 liegt die Margin schon bei 50 Prozent und der Broker übernimmt die anderen 50 Prozent der Finanzierung der Position.

Der Leverage-Handel unterscheidet sich je nach Finanzprodukt und Kundenkategorisierung. Der Großteil des Handels mit Hebelwirkung bezieht sich auf Derivate. Dabei handelt es sich um Finanzinstrumente, die ihren Wert vom Basiswert ableiten. 

Welche Finanzprodukte können mit der Hebelwirkung gehandelt werden? 

  • Aktien: Aktien sind vielleicht das am meisten verwendete Finanzprodukt, das mit Hebelwirkung gehandelt werden. Normalerweise werden sie an Börsen gehandelt, auf die normale Investoren keinen direkten Zugriff haben. Mit Börsenmaklern bekommen auch Privatanleger die Möglichkeit Aktien zu handeln und mit den Produkten mit Hebelwirkung können sie den Impact der Investition vergrößern.
  • Indizes: Um die Veränderungen in verschiedenen Aktiengruppen zusammenzufassen, werden Indizes angeboten. Der in Deutschland bekannteste Index ist der Dax, der in verschiedenen Gruppierungen ausgegeben wird. Meisten werden verschiedenen Branchen oder Bereiche in diesen Zusammengefasst. Die einzelnen Indizes können gehandelt werden und Anleger können auf steigende oder fallende Kurse setzen.
  • CFDs: Ein Differenzkontrakt (CFD) ist eine beliebte Form des Derivatehandels. Der CFD-Handel ermöglicht es Ihnen, auf die steigenden oder fallenden Preise der sich schnell bewegenden globalen Finanzmärkte, wie Forex, Indizes, Rohstoffe, Aktien und Schatzkammern, zu spekulieren.
  • Kryptowährungen: Kryptowährungen sind relativ neu in der Finanzwelt, werden mittlerweile aber auch weltweit als Finanzprodukte anerkannt. Da sie nicht reguliert werden, bieten sie Anleger viel Potenzial durch relativ hohe Kursänderungen. Auch hier bieten Börsenmakler Hebelprodukte an, mit denen auch mit kleinem Kapital gehandelt werden können. 

Die Vor- und Nachteile der Hebelwirkung 

Vorteile

Wenn Sie sich über die Risiken im Trading mit Hebelwirkung bewusst sind, kann er eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für die verschiedenen Finanzprodukte spielen.

Mit der Hebelwirkung können hohe Gewinne und auch Verluste mit einem Bruchteil des tatsächlichen Handelswertes erzielt werden. Die Effizienz der Positionen wird gegenüber dem normalen Trading vervielfacht, dementsprechend können sich auch die Verluste oder Gewinne vervielfachen.

Der Handel mit Hebelwirkung erlaubt es Ihnen ihr Kapital besser zu nutzen, als wie es im traditionellen Handel möglich wäre. Sie können den Einsatz des Kapitals diversifizieren oder eine Position optimal nutzen. Im Finanzhandel heißt diese Art das Kapital mit der Hebelwirkung auszunutzen und es auch in andere Positionen zu investieren „Gearing“.

Ein besonders wichtiger Punkt beim Handel mit Hebelwirkung ist die Möglichkeit auch auf fallende Kurse zu spekulieren. Während im traditionellen Handel nur Gewinne erzielt werden können, wenn die Positionen an Wert gewinnen, kann beim Handel mit Hebel auch auf fallende Kurse gesetzt werden. Diese Möglichkeit wird auch als „short positionieren“ bezeichnet.

Ein weiterer Vorteil ist der Handel rund um die Uhr. Obwohl die Handelszeiten von den verschiedenen Märkten abhängig sind, sind die wichtigsten Finanzinstrumente 24 Stunden am Tag aktiv. Die wichtigsten die nächste, Indizes- und Kryptomärkte, stehen den ganzen Tag für das Trading zur Verfügung.

Die Vorteile in einer Übersicht:

  • Hohe Gewinne mit geringen Investitionen möglich
  • Hohe Renditesteigerungen möglich
  • Gute Alternative zur Absicherung bestehender Positionen

 Die Nachteile

Das Hebel-Trading bietet den Investoren einige Vorteile. Trotzdem ist es wichtig, dass sich die Trader über die Nachteile der Hebelwirkung bei den verschieden Finanzprodukten Bescheid wissen. Dazu gehören: 

Hohe Verluste bei kleiner Einzahlung

Der Handel mit Hebelwirkung kann erhebliche Verluste erzeugen, obwohl die eingezahlte Marge relativ gering ist. Im Vergleich zu den konventionellen Aktien Handel ist die Ersteinlage bei dem Handel mit Hebelprodukten sehr gering. Dabei dürfen die Trader aber nicht vergessen, wieviel Kapital mit relativ hohem Risiko gehandelt wird. Obwohl beim Handel mit Finanzprodukten mit Hebelwirkung immer nur die Marge verloren werden kann, kann diese ein hohes verlustpotenzial darstellen.

Keine Eigentumsprivilegien

Bei dem Handel mit Finanzprodukt mit Hebel, Werden keine Vermögenswerte übertragen. D.h. für die Trader, dass sie auch keine Privilegien für den Besitz der Finanzprodukte in Anspruch nehmen können. Besonders der Handel mit Aktien kann davon getroffen sein, weil es dann nicht zur Ausschüttung der Dividende kommt. Die Dividendenzahlungen werden beim Kegeltraining nur auf das Konto aktiviert oder abgezogen, entsprechend ob die Position long oder schort positioniert wurde. 

Der Margin Call

Sollte sich ein Wert geben die Richtung bewegen und die Marge reicht nicht mehr aus, um den möglichen Verlust Abzug, kann der Brooker einen Margin Call auslösen. Der Trader wird aufgefordert zusätzliches Kapital einzuzahlen um die Position aufrecht zu erhalten, oder die Position wird geschlossen. Dies verhindert, dass einem die Verlustfall nicht mehr Kapital benötigt wird, als durch die Marge abgesichert wurde. 

Die Finanzierungskosten

Der Handel mit Hebewirkung stellt im Prinzip eine Finanzierung der Position da. Der Broker leiht dem Trader die Mittel, um eine Position zu eröffnen. Wird die Position über Nacht gehalten, verlangt der Broker eine Gebühr um die Kosten zu decken. 

Die Nachteile in der Übersicht:

  • Sehr hohes Verlustrisiko
  • Nicht für Einsteiger geeignet
  • Nicht für ein herkömmliches Anlageportfolio empfehlenswert
  • Selbst bei großer Erfahrung des Anlegers oft unberechenbar

Das Risikomanagement im Hebel-Trading 

Das Hebeltrading bietet Potenzial für hohe Gewinne, Aber auch für hohe Verluste. Deswegen ist es besonders wichtig, dass Trainer ein effizientes Risikomanagement betreiben. Wenn Investoren die Risiken nicht klar im Blick haben, wird es schon möglich sein über einen längeren Zeitraum hinaus profitabel zu arbeiten.

Besonders Anfänger sollten darauf achten, mit einem kleinen Hebel zu arbeiten, um erst mal ein Gefühl für dieses Finanzinstrument zu bekommen. Es ist wichtig, erst ein Gefühl für das Risiko aufzubauen der bei dem Handel mit Hebelwirkung entsteht, um nicht das ganze zur Verfügung stehende Kapital zu riskieren.

Wenn eine große Hebelwirkung in Anspruch genommen wird, sollten Anfänger erst mit kleinen Positionen handeln, um die Auswirkungen kontrollieren zu können.

Fragen und Antworten: Leverage-Trading erklärt

Wie funktioniert Traden mit Hebel?

Im Prinzip ist der Handel mit Hebelwirkung ein Finanzierungsgeschäft, bei dem der Broker dem Trader das Kapital leiht, um bestimmte Positionen zu eröffnen. Als Sicherheit verlangt er die Hinterlegung einer Margin, dessen Verhältnis zum eigentlich benötigten Kapital die Hebelwirkung darstellt.

Was bedeutet ein Hebel 30:1?

Bei einem Hebel von 1:30 muss der Trader nur 3,3 Prozent des Kapitals, die für die Eröffnung einer Position benötigt wird, als Margin hinterlegen.

Was bedeutet ein Hebel von 1:1?

Ein Hebel von 1:1 würde bedeuten, dass der Broker für die Eröffnung einer Position das gesamte Kapital verlangt. In diesem Fall muss der Trader den kompletten Betrag für die Eröffnung einer Position hinterlegen.

Die obigen Informationen können nicht als Anlageberatung angesehen werden.

Konto eröffnen