KUNDENKATEGORISIERUNG

1. Einleitung

Gemäß dem Gesetz über Investmentdienste und Aktivitäten auf regulierten Märkten von 2007 (Gesetz 144(I)/2007) (nachfolgend das „Gesetz“) muss R1Investing, ein Handelsname von R1Investing, zugelassen und reguliert durch die Börsenaufsichtsbehörde („CySEC“) unter der Lizenznr. 269/15 (nachfolgend das „Unternehmen“), seine Kunden in eine der drei folgenden Kategorien einstufen: Privatanleger, professioneller Anleger oder zugelassener Geschäftspartner.

Privatanleger“ sind Kunden, die nicht standardmäßig ein professioneller Anleger gemäß dem unten genannten Absatz 2.2 (a) sind. Privatanlegern wird das höchste Maß an Schutz geboten.

Professionelle Anleger“ sind Kunden, die über ausreichend Erfahrung, Wissen und Expertise verfügen, um ihre eigenen Investmententscheidungen zu treffen und die zugehörigen Risiken wie unten angegeben (siehe Absätze 2.2 (a) und 2.2 (b) entsprechend bewerten zu können.

Zugelassener Geschäftspartner“ sind professionelle Kunden, wenn die diesen professionellen Kunden erbrachten Leistungen Erhalt und Übermittlung und/oder die Ausführung von Ordern, Portfolio-Management und Investmentberatung sind (siehe Absatz 2.1 unten).

Das Unternehmen bietet kein Portfolio-Management und Investmentberatung an.

Das Unternehmen bietet die folgenden Leistungen an:

Investmentdienstleistungen:

  1.  Erhalt und Übermittlung von Ordern.
  2.  Ausführung von Ordern im Auftrag des Kunden.

Nebenleistungen:

  1. Aufbewahrung und Verwaltung von Finanzinstrumenten, einschließlich Depotkonten und verbundenen Leistungen.
  2. Gewährung von Krediten für eines oder mehr Finanzinstrumente, wenn die Firma, die den Kredit gewährt, an der Transaktion beteiligt ist.
  3. Devisenleistungen, wenn diese in Verbindung mit der Bereitstellung von Investmentleistungen in Verbindung stehen.

2.Kundenklassifizierung

Das Unternehmen muss den potenziellen Kunden vor Beginn einer Geschäftsbeziehung (per E-Mail) über die vom Unternehmen verwendete Kundenklassifizierung sowie die Kategorie informieren, die das Unternehmen dem Kunden anfänglich zuweist.  Kunden müssen auf der Grundlage der nachfolgend genannten Kriterien kategorisiert werden:

2.1 Zugelassene Geschäftspartner

Ein zugelassener Geschäftspartner ist eine Unternehmung, die in die Kategorien (i), (ii) und (iii) von Kunden fallen, die gemäß Absatz 2.2 unten standardmäßig als professionell erachtet werden.

Das Unternehmen ist beim Umgang mit zugelassenen Geschäftspartnern auf der Grundlage von Geschäftsregeln, Ausführungsrichtlinien und Kundenorderbearbeitungsverfahren von wichtigen Verpflichtungen befreit.

Die Kategorie des zugelassenen Geschäftspartners gilt des Weiteren nur für die folgenden Investmentleistungen:

  • Erhalt und Übermittlung von Ordern.

  • Ausführung von Ordern im Auftrag des Kunden.

Sollte das Unternehmen einen Kunden gemäß dem Eignungstest (siehe Absatz 2.2 (c) unten) als professionell einstufen, und der Kunde wünscht, als zugelassener Geschäftspartner anerkannt zu werden, wird die entsprechende Unternehmung nur in Bezug auf die Leistungen oder Transaktionen als zugelassener Geschäftspartner angesehen, für die sie als professioneller Anleger behandelt werden kann.

Im Falle einer Transaktion, in der sich die potenzielle Gegenpartei in einem anderen EU-Mitgliedsstaat befindet, wird das Unternehmen sich auf den Status der anderen Unternehmung gemäß der Gesetzgebung in diesem besagten Mitgliedsstaat, in dem die Unternehmung ansässig ist, beziehen.

Es muss eine ausdrückliche Bestätigung der potenziellen Gegenpartei eingeholt werden, die ausdrückt, dass sie als zugelassener Geschäftspartner behandelt werden möchte. Diese Bestätigung kann entweder in Form einer allgemeinen Vereinbarung oder im Rahmen der einzelnen individuellen Transaktion erhalten werden.

2.2 Professionelle Anleger

a) Standardmäßige professionelle Anleger

Rechtseinheiten, die eine oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllen, können standardmäßig als professionelle Anleger angesehen werden:

i. Rechtseinheiten, die autorisiert oder reguliert werden müssen, um in Finanzmärkten tätig zu sein,wie z.B.:
  • Kreditinstitute
  • Investmentfirmen
  • Andere autorisierte oder regulierte Finanzinstitute
  • Kollektivanlagen und deren Managementunternehmen
  • Rentenfonds und deren Managementunternehmen
  • Rohstoff- und Rohstoff-Derivatehändler
  • Lokal: Unternehmen, die Investmentleistungen anbieten und/oder Investmentaktivitäten ausführen, die ausschließlich aus dem Handel auf eigene Rechnung auf Märkten in Finanztermingeschäften, Optionen oder anderen Derivativen und auf Kassamärkten bestehen, für den alleinigen Zweck, Positionen auf Derivatemärkten abzusichern, oder die für Konten von anderen Mitgliedern dieser Märkte handeln oder Preise dafür bestimmen, und die durch das Clearing von Mitgliedern derselben Märkte garantiert werden, wenn die Verantwortung für die Leistung der von diesen Unternehmen eingegangenen Verträge von den Clearingmitgliedern desselben Marktes übernommen wird.
ii. Großunternehmen, die proportional zwei der folgenden Größenanforderungen erfüllen:
  • Bilanzsumme von mindestens 20 Mio. Euro
  • Nettoumsatz von mindestens 40 Mio. Euro
  • Eigenkapital von mindestens 2 Mio. Euro
iii. Nationale und regionale Regierungen und Behörden, die Staatsverschuldungen verwalten, Zentralbanken, internationale und länderübergreifende Organisationen wie die Weltbank, der internationale Währungsfonds, die europäische Zentralbank, die europäische Investitionsbank und andere ähnliche internationale Organisationen.

iv. Andere institutionelle Anleger, deren Hauptaktivität es ist, in Finanzinstrumente zu investieren, einschließlich Rechtseinheiten für die Absicherung von Vermögenswerten oder anderen Finanzierungstransaktionen.

Die oben erwähnten Rechtseinheiten werden als professionell eingeschätzt. Es muss ihnen trotzdem erlaubt sein, eine nicht professionelle Behandlung zu beantragen und das Unternehmen kann einem höheren Schutzgrad zustimmen. Ist der Kunde eine oben genannte Unternehmung, wird das Unternehmen ihn vor jeglicher Erbringung von Dienstleistungen auf der Grundlage der verfügbaren Informationen darüber informieren, dass er als professioneller Kunde behandelt wird, wenn sich das Unternehmen und der Kunde nicht anderweitig einigen. Das Unternehmen muss den Kunden zudem darüber informieren, dass er die Vereinbarungsklauseln variieren kann, um einen höheren Schutzgrad zu erreichen.

b) Professionelle Anleger, die Behandlung als Privatanleger beantragen

Professionelle Anleger gemäß Absatz 2.2 (a) können eine nicht professionelle Behandlung beantragen, und stattdessen als Privatanleger behandelt werden, um einen höheren Schutzgrad zu erhalten. Es liegt in der Verantwortung des Kunden, der als professioneller Anleger behandelt wird, um einen höheren Schutzgrad zu bitten, wenn der der Ansicht ist, die Risiken nicht korrekt zu bewerten oder managen zu können.

Dieser höhere Schutzgrad wird angeboten, wenn ein Kunde, der als professioneller Anleger angesehen wird, eine schriftliche Vereinbarung mit dem Unternehmen schließt, die besagt, dass er für die Zwecke der entsprechenden Geschäftsaktivitäten nicht als professioneller Anleger behandelt wird. Diese Vereinbarung sollte angeben, ob dies für eine oder mehrere bestimmte Leistungen oder Transaktionen gilt, oder für eine oder mehr Produkt- oder Transaktionsarten.

c) Nicht professionelle Kunden, die auf Wunsch als professionelle Anleger behandelt werden möchten

Kunden, die nicht in dem oben genannten Absatz 2.2 (a) benannt werden, können ebenfalls als professionelle Anleger behandelt werden und verzichten so auf einige Schutzmaßnahmen, die ihnen gesetzlich zustehen.

Es ist dem Unternehmen gestattet, solche Kunden als professionelle Anleger zu behandeln, sofern die hier benannten relevanten Kriterien und Prozesse erfüllt werden. Es sollte jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass diese Kunden über das Marktwissen und die Erfahrung der Kategorien gemäß Absatz 2.2 (a) verfügen. Jeder Verzicht auf den ihnen zustehenden Schutz soll daher nur als gültig angesehen werden, wenn eine entsprechende Bewertung der Expertise, Erfahrung und des Wissens des Kunden durch das Unternehmen ausreichende Sicherheit bringt, dass besagter Kunde in Bezug auf die Natur der geplanten Transaktionen oder Leistungen in der Lage ist, seine eigenen Investmententscheidungen zu treffen und die damit verbundenen Risiken versteht.

Aus diesem Grund wird das Unternehmen einen Eignungstest durchführen, um die Expertise und das Wissen des Kunden zu bewerten.

Bewertung

Im Zuge der oben genannten Bewertung müssen mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllt sein:

  • Der Kunde hat in den letzten vier Quartalen pro Quartal mindestens 10 Transaktionen in erheblicher Größe auf dem relevanten Markt ausgeführt;
  • die Größe des Finanzinstrument-Portfolios des Kunden, definiert als Bareinlagen und Finanzinstrumente, übersteigt 500.000 Euro;
  • der Kunde arbeitet oder arbeitete seit mindestens einem Jahr in der Finanzbranche in einer professionellen Position, die Wissen über die geplanten Transaktionen oder Leistungen erfordert.

Im Falle von kleinen Einheiten sollte die Person, die sich der oben genannten Bewertung unterzieht, die Person sein, die Transaktionen im Auftrag der Einheit ausführen kann.

Prozess

  • Der Kunde informiert das Unternehmen schriftlich, dass er entweder grundsätzlich, oder in Bezug auf eine bestimmte Investmentleistung oder Transaktion oder eine Transaktions- oder Produktart, als professioneller Anleger behandelt werden möchte.
  • Das Unternehmen muss dem Kunden eine eindeutige und schriftliche Warnung bezüglich der Schutz- und Anlegerentschädigungsrechte zukommen lassen, die er verlieren kann.
  • Der Kunde muss in einem von der Hauptvereinbarung separaten Dokument schriftlich erklären, dass er sich der Konsequenzen des Verlustes solcher Schutzrechte bewusst ist.
  • Bevor das Unternehmen einen Antrag auf Verzicht akzeptiert, muss es alle angemessenen Schritte unternehmen um sicherzustellen, dass der Kunde, der beantragt, als professioneller Anleger behandelt zu werden, die oben genannten Anforderungen erfüllt.

Kunden, die als professionelle Anleger behandelt werden möchten, senden bitte eine E-Mail an info@r1investing.com.

Das Unternehmen auf dem Laufenden halten

Alle Kunden sind dafür verantwortlich, das Unternehmen über alle Veränderungen, die Auswirkungen auf ihre aktuelle Kategorisierung haben könnten, zu informieren.

Wenn das Unternehmen jedoch Kenntnis davon erlangt, dass der Kunde nicht länger die Anforderungen für eine professionelle Behandlung erfüllt, wird das Unternehmen entsprechend handeln.

3. Arten von Anträgen auf andere Kategorisierung

Die folgenden Anträge können an das Unternehmen gestellt werden, sollte ein Kunde seine Kategorisierung ändern wollen:

Die folgenden Kunden können unter folgenden Bedingungen eine andere Kategorisierung beantragen:

  1. Ein Privatanleger möchte als professioneller Anleger kategorisiert werden. In diesem Fall wird dem Kunden ein geringerer Schutzgrad zugewiesen (siehe Absatz 2.2 (c) oben.

  2. Ein professioneller Anleger möchte als Privatanleger kategorisiert werden. In diesem Fall möchte der Kunde einen höheren Schutzgrad erhalten. Ein professioneller Kunde kann beantragen, als zugelassener Geschäftspartner behandelt zu werden, und erhält so einen geringeren Schutzgrad (siehe Absatz 2.1 oben).

  3. Ein zugelassener Geschäftspartner möchte als professioneller Anleger oder Privatanleger kategorisiert werden. In diesem Fall wird dem Kunden ein höherer Schutzgrad zugewiesen (siehe Absatz 2.1 oben).

Das Unternehmen behält sich vor, alle oben genannten Anträge auf eine andere Kategorisierung abzulehnen. Zusätzlich kann das Unternehmen einen zugelassenen Geschäftspartner auf eigene Initiative als professionellen Anleger oder Privatanleger behandelt, oder einen professionellen Anleger als Privatanleger.

Kunden, die ihre Kundenkategorisierung ändern möchten, senden bitte eine E-Mail an info@r1investing.com.

4. Behandlung von Kunden und Schutzrechte

4.1 Privatanleger und professionelle Anleger

Privatanleger sind Kunden, denen gesetzlich mehr Schutz zusteht als professionellen Anlegern. Zusammenfassend lauten die Schutzrechte von Privatanlegern wie folgt (diese Liste ist nicht vollständig):

  1. Ein Privatanleger erhält detailliertere Informationen bezüglich der Art und der Risiken der durch das Unternehmen angebotenen Finanzinstrumente, sowie der Preise und verbundenen Gebühren des Unternehmens.

  2. Wenn das Unternehmen Empfang & Übermittlung von Ordern und/oder die Ausführung von Kundenordern vornimmt, muss das Unternehmen Privatanleger bitten, Informationen bezüglich deren Wissen und Erfahrung in Investments der jeweiligen angebotenen oder geforderten Produkt- oder Leistungsart anzugeben, damit das Unternehmen beurteilen kann, ob die Investmentleistung oder das Produkt für den Kunden geeignet ist. Sollte das Unternehmen auf Basis der zur Verfügung gestellten Informationen zu dem Schluss kommen, dass das Produkt oder die Leistung nicht für Privatanleger geeignet ist, wird er den Kunden entsprechend warnen. Bitte beachten Sie, dass das Unternehmen in bestimmten, gesetzlich spezifizierten Fällen (z.B. in einer Situation, in die Ausführung des Finanzinstrumentes nicht komplex ist) nicht dazu verpflichtet ist, die Eignung zu prüfen.

    Auf der anderen Seite hat das Unternehmen das Recht, anzunehmen, dass ein professioneller Anleger und/oder ein zugelassener Geschäftspartner über das erforderliche Wissen und die Erfahrung verfügt, um die Risiken in Verbindung mit bestimmten Investmentleistungen oder Transaktionen, oder Transaktions- oder Produktarten, für die der Kunde als professioneller Anleger und/oder zugelassener Geschäftspartner klassifiziert ist, zu verstehen. Daher muss das Unternehmen, anders als bei Privatanlegern, keine zusätzlichen Informationen von dem Kunden einholen, um die Eignung dieser Produkte und Leistungen, für die sie als professioneller Anleger und/oder zugelassener Geschäftspartner klassifiziert wurden, zu bewerten.

  3. Bei der Ausführung von Kundenordern muss das Unternehmen alle geeigneten Schritte ergreifen, um die „bestmögliche Ausführung“ der Kundenorder zu erzielen, d.h. das bestmögliche Ergebnis für seine Kunden zu erhalten.
    Wenn ein Unternehmen eine Order eines Privatanlegers ausführt, wird das bestmögliche Ergebnis gemäß der Gesamtbeurteilung des Preises für das Finanzinstrument und der Kosten in Verbindung mit der Ausführung bestimmt, die alle Kosten beinhalten, die dem Kunden in direkter Verbindung mit der Ausführung der Order entstehen, einschließlich Gebühren des Ausführungsortes, Clearing- und Abwicklungsgebühren und alle anderen Gebühren an Dritte, die an der Ausführung der Order beteiligt waren.

  4. Das Unternehmen muss Privatanleger über wesentliche Schwierigkeiten in Bezug auf die ordnungsgemäße Ausführung ihrer Order informieren, sobald es Kenntnis von der Schwierigkeit erlangt.

  5. Privatanleger können ein Recht auf Entschädigung aus dem Anlegerentschädigungsfonds („ICF“) für Kunden von Investmentfirmen haben, während professionelle Anleger kein Recht auf Entschädigung durch den ICF haben.

  6. Wenn das Unternehmen Order für Privatanleger ausführt, muss es diesen Kunden eine Zusammenfassung der relevanten Richtlinie in Bezug auf die gesamten entstehenden Kosten zur Verfügung stellen.

  7. Wenn das Unternehmen ein Konto eines Privatanlegers mit Positionen in hebelfinanzierten Finanzinstrumenten oder Transaktionen mit Eventualverbindlichkeiten hält, muss das Unternehmen den Kunden informieren, wenn der Ausgangswert eines Instrumentes um 10%, und danach in Zehnerschritten sinkt.

  8. Das Unternehmen ist bei dem Transfer von Titeln für finanzielle Sicherheiten mit Privatanlegern beschränkt, um aktuelle oder zukünftige, tatsächliche oder potenzielle Verpflichtungen der Kunden zu sichern oder zu versichern. In Bezug auf professionelle Anleger und/oder zugelassene Geschäftspartner unterliegt das Unternehmen keinen solchen Beschränkungen. Wenn das Unternehmen Titel von Sicherheitenarrangements überträgt, muss es professionellen Anlegern und/oder zugelassenen Geschäftspartnern die Risiken und die Auswirkungen jedes Titeltransfers von Sicherheitenarrangements für die Finanzinstrumente und Fonds der Kunden mitteilen.

  9. Wenn das Unternehmen Informationen zur Verfügung stellt, die Hinweise auf die vergangene Leistung eines Finanzinstrumentes, eines Finanzindex oder einer Investmentleistung beinhalten, und dieser Hinweis sich auf Werte in einer anderen Währung als der des Mitgliedsstaates, in dem der Privatanleger sich aufhält, bezieht, muss die Währung dem Privatanleger eindeutig mitgeteilt werden, zusammen mit einer Warnung, dass die Umsätze sich als Folge von Wechselkursschwankungen reduzieren können.

  10. Das Unternehmen limitiert den Höchstbetrag von Hebelfinanzierungen für Privatanleger, während besagte Limitierungen nicht für professionelle Anleger und/oder zugelassene Geschäftspartner gelten müssen.

  11. Privatanleger erhalten einen Negativsaldoschutz und können daher nicht mehr als das gesamte Guthaben auf ihrem Handelskonto verlieren. Professionelle Anleger und/oder zugelassene Geschäftspartner erhalten keinen Negativsaldoschutz.

4.2 Zugelassene Geschäftspartner

Behandelt das Unternehmen den Kunden als zugelassener Geschäftspartner, steht diesem gesetzlich weniger Schutz zu, als wenn er als Privat- oder professioneller Kunde klassifiziert wäre. Besonders und ergänzend zu Absatz 4.1 (diese Liste ist nicht vollständig):

  1. Das Unternehmen ist nicht dazu verpflichtet, dem Kunden die bestmögliche Ausführung von Kundenordern zu bieten.

  2. Das Unternehmen ist nicht dazu verpflichtet, Prozesse und Arrangements zu implementieren, die die unverzügliche, gerechte und zügige Ausführung seiner Kundenordern im Verhältnis zu anderen Kundenordern oder eigenen Handelsinteressen ermöglichen.

  3. Das Unternehmen ist nicht dazu verpflichtet, die Eignung eines Produkts oder einer Leistung, die es dem Kunden anbietet, zu prüfen, sondern kann davon ausgehen, dass der Kunde über die Expertise verfügt, das geeignete Produkt oder die geeignete Dienstleistung für sich zu finden.

  4. Das Unternehmen ist nicht dazu verpflichtet, dem Kunden Informationen über das Unternehmen, seine Leistungen, Finanzinstrumente, vorgeschlagene Investmentstrategien, Ausführungsorte, Vergütungsvereinbarungen des Unternehmens oder andere relevante Informationen zur Verfügung zu stellen.

  5. Das Unternehmen ist nicht dazu verpflichtet, dem Kunden Berichte über die Orderausführung oder das Management seiner Investments zur Verfügung zu stellen.

  6. Der Anlegerentschädigungsfonds versichert keine zugelassenen Geschäftspartner.

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